Freitag, 21. Januar 2011

Eindruecke von Tasmanien

 Hobart:




 
 Am 14.1. begann in Hobart die Festwoche zur Eroeffnung eines neuen Kunstmuseums - mit Tanja, einer Schwedin aus meinem Hostel, besuchte ich die Gratis-Konzerte in der Princes Wharf am Hafen.




Eine Woche beschauliches Landleben auf der Farm von Ana und Kevin bei Oyster Cove (nicht auf  Bruny Island, wie ich urspruenglich gedacht hatte, sondern mit toller Aussicht auf die Insel!):

Meine Unterkunft ist links zu sehen (das Haeuschen mit dem Holzstoss davor), dahinter das Haus der Familie

Meine Behausung
Abendstimmung mit Blick auf Bruny




Und wieder in Hobart, diesmal bei Sonnenschein:

Der beruehmte Salamanca-Markt, der jeden Samstag unzaehlige Einheimische und Touristen anlockt:


Mittwoch, 12. Januar 2011

Klein aber fein: Erste Tage auf Tassie

Waehrend Melbourne und Sydney lebhafte Grossstaedte sind, wirkt Tasmaniens Hauptstadt Hobart wie ein idyllischer Ferienort: das Zentrum mit seinen kleinen Einkaufsstrassen ist ueberschaubar, im Hafen liegen ein paar Ausflugs- und Fischerboote vor Anker und Touristen aus Austrlien und aller Welt schlendern durch die Kunsthandwerkslaeden am Salamanca-Platz.
Seit Dienstagabend befinde ich mich auf "Tassie", wie die Australier die Insel und Australiens kleinsten Bundesstaat liebevoll nennen. Das Wetter sorgt nicht gerade fuer Urlaubsstimmung - der Himmel ueber Hobart ist von grauen Wolken verhangen und Nebel erschwert die Sicht. Den Mount Wellington, Hobarts Hausberg, habe ich noch gar nicht zu Gesicht bekommen, da er vom Nebel vollstaendig verschluckt ist! Aber in ein paar Tagen soll die Sonne wieder herauskommen und ich habe ja noch zwei Wochen Zeit, um Tasmanien von seiner sonnig-sommerlichen Seite kennenzulernen...

Besuch in der Schokoladenfabrik
Ich geniesse das ruhigere Tempo auf Tasmanien. Meine Unterkunft, das Hobart Hostel, befindet sich unweit vom Stadtzentrum. Es ist familienbetrieben, der freundliche Besitzer steht den groessten Teil des Tages hinter der Rezeption und ist stets um das Wohlbefinden seiner Gaeste besorgt. Letztere sind Rucksackreisende aus aller Welt - viele Deutsche (war ja klar!), Hollaender, Schweden, Israelis, Japaner... Ich geniesse die internationale, freundlich-entspannte Stimmung im Hostel. Abends in der Kueche oder im Aufenthaltsraum findet man immer nette Gespraechspartner, mit denen man sich austauschen kann. In Melbourne war das ganz anders - das Hostel war riesig und anonym, die meisten Leute wirkten desinteressiert und oberflaechlich  - abgesehen von den netten Maedels in meinem Zimmer. Hier in Tasmanien treffe ich lauter Gleichgesinnte: Leute, die reisen, um mehr von der Welt zu sehen, um die australische Natur zu geniessen, um Menschen kennenzulernen.

Ab Samstag werde ich zum ersten Mal "Woofen", d.h. ich werde als ein "Willing Worker on Organic Farms" bei einer tasmanischen Familie auf Bruny Island (einer Insel unweit von Hobart) fuer Kost und Logis arbeiten. Am Telefon klang Ana, meine Gastmutter, sehr sympathisch und ich bin schon total darauf gespannt, sie und ihre Familie kennenzulernen.

Den restlichen Nachmittag werde ich wohl im Museum verbringen, um dem grauen Nieselwetter zu entrinnen und ein bisschen tasmanische Kultur zu schnuppern. Und spaeter lasse ich mir vielleicht in irgendeinem der vielen einladenden Cafes oder Restaurants frisch zubereiteten Fisch aus tasmanischen Gewaessern schmecken...

Samstag, 8. Januar 2011

Melbourne



Nach wochenlangem, idyllischem Landleben bin ich vergangenen Donnerstag wieder zum Citygirl geworden.

Der Abschied von der Farm fiel mir schon schwer. Zwar freute ich mich einerseits darauf, nicht mehr jeden Tag Beeren sammeln zu muessen und wieder mal einkaufen, ins Kino oder Cafe gehen zu koennen. Aber ich hatte mich ja sehr wohlgefuehlt bei Pam und Jeremy und meinen Kollegen aus aller Welt. Immerhin wollen wir bei Facebook und eMail in Kontakt bleiben und vielleicht treffe ich ein paar Leute auch nochmal in Australien, z.B. wollen Franck, Chris und Pierre auch im Februar nach Perth, wie Dani und ich.

Aber jetzt bin ich erst mal in Melbourne und gewoehne mich wieder an das Stadtleben.
Melbourne ist eine quirilige, lebendige Stadt, aber trotzdem sehr entspannt. Die Orientierung faellt einem hier nicht allzu schwer, da die Strassen im Schachbrettmuster angelegt sind. Obwohl es hier viele Hochhaeuser und moderne Bauten gibt, findet man immer wieder aeltere, voktorianische Gebaeude und das Ganze verschmilzt zu einem stimmigen Gesamtbild.

Das Herz der Stadt befindet sich wohl um die Flinder Street Station und am Federation Square, einem grossen Platz, auf dem immer was los ist. Hier trifft man sich, trinkt Kaffee, sieht Strassenkuenstlern zu, lauscht Freiluftkonzerten oder sieht sich Cricket-Spiele auf der Grossleinwand an.
Auch die National Gallery of Victoria befindet sich hier, mit interessanten Dauerausstellungen, fuer die man keinen Eintritt bezahlt. Vor allem die Werke von Aboriginie-Kuenstlern sind sehr beeindruckend mit ihren kraeftigen Farben und geheimnisvollen Symbolen und Mustern, die Gesichten der Traumzeit erzaehlen (also aus der Mythologie der Ureinwohner).

Besonders toll finde ich an Melbourne, dass es so viele kleine Cafes gibt. Am Freitagmorgen sass ich erst mal gemuetlich vor einem kleinen Cafe in einer schmalen Gasse, wo sich ein Cafe ans andere reiht. Ueberhaupt wird Kaffeekultur und Essen hier grossgeschrieben, Melbourne gilt Australiern wie Touristen als Schlemmerparadies.

Jetzt hab ich noch ca. zwei Tage hier, dann geht es auf nach Tasmanien! Und dort hoffe ich, endlich mal ein paar Kaengurus, Wallabies usw. zu sehen...


Sonnige Gruesse nach Deutschland!