Dienstag, 28. Dezember 2010

Christmas Eve Dinner - Heilig Abend bei Pam und Jeremy

Die folgenden Bilder zeigen, wie Dani und ich Heilig Abend in Australien verbracht haben.

Mit vielen lieben Menschen aus aller Welt sind wir an einer langen Tafel in Pam und Jeremys Wohnzimmer gesessen und haben delikat gespeist (Gazpacho, Lachs, Christmas Ham, Kuchen, Kaese...).

Ein rundum gelungener Abend - sehr harmonisch, sehr froehlich, sehr ausgelassen... 

Inoffilziell endete der Abend mit Bier und Gitarrenklaengen im Wohnwagen der "French guys" (Chris, Pierre, Frank) und am naechsten Tag durften wir mal richtig ausschlafen :)



All the girls
  
All the guys
 
Mit Jimmy aus Hong Kong


Mit Camilla (Daenemark) und Aurelie (Frankreich)
 

"Cheeeese!"


 
Pam mit Lachs
 

Unsere Musiker: Jimmy, Jerome, Hanne und Moos

  
Die Dinnertafel


Jeremy und Pam packen unser Geschenk aus

 

Dienstag, 21. Dezember 2010

Ein Tag auf der (Him)Beeren-Farm

Obwohl ich schon seit Tagen endlich mehr von unserem Fruitpicking-Job berichten will, bin ich bisher nie zum Schreiben gekommen. Hier auf den Silvan Estates ist immer was los, immer was zu tun und den PC teilen wir uns ca. zu zwanzigst.

Aber jetzt kommt er, mein Bericht ueber einen typischen Tag auf der Farm von Pam und Jeremy:

Der Tag beginnt hier frueh - meistens beginnen wir die Arbeit zwischen 7 und 8 Uhr. Nur die zahlreichen Regenschauer der letzten Tage verzoegerten das "picking" manchmal. Nachdem ich schnell ins Bad gehuscht bin, ziehe ich meine Arbeitsklamotten an (manchmal mehrere Schichten, denn zur Zeit ist es hier recht kuehl, max. 19C - von wegen, in Australien sei es immer gluehend heiss!). Dann gehe ich durch Pams und Jeremys Wohnzimmer nach unten in eine Art Parterre-Wohnung, in der wir fruitpicker unsere freie Zeit verbringen. Durch ein grosses Panormama-Fenster im Wohnzimmer kann ich sehen, wie die Morgensonne die gruenen Huegel und Laubwaelder beleuchtet; am Horizont zeichnen sich als blaue Schemen die Dandenong-Berge ab. Unten, im Aufenthaltsraum, sitzen meist schon mehrere muede Gestalten beim Fruehstueck.

Schliesslich gehen nach und nach alle in den Shed - eine Mischung aus Schuppen und Lagerhalle - wo die Beeren abgewogen und verpackt werden (dafuer werden wir Maedels eingeteilt). Hier machen wir unsere "Trays" fertig, unsere Sammelbehaelter, mit denen wir uns dann in die Straeucher schlagen. Pam sagt uns, ob wir Johannisbeeren, Himbeeren oder Blaubeeren pfluecken sollen, und dann verteilen wir uns auf die Strauchreihen.

Die Arbeit ist recht eintoenig und wenn nach ein paar Stunden der grosse Hunger kommt oder wenn man eine schlechte Reihe (mit wenigen guten Beeren) erwischt hat, dann sinkt die Motivation schon ein bisschen. Aber meistens geht die Zeit doch recht schnell rum, ab und zu scherzt man mit den "Nachbarn" in den naechsten Reihen, oder hoert Musik auf dem iPod.

Das Picking ist ein wenig wie eine Schatzsuche - findet man nach vielen kleinen, unreifen Beeren mehrere schoengefaerbte, grosse auf einen Schlag, ist das ein richtiger kleiner Gluecksmoment. Und obwohl ich schon gar nicht mehr sagen kann, wieviele Kilos ich bisher gepflueckt habe, finde ich es immer wieder schoen, die Beeren (mehr oder weniger) vorsichtig abzupfluecken und in ein Schaelchen zu legen. Und erwische ich mal eine, die zu dunkel ist, dann wandert sie eben nicht in den Tray, sondern in meinen Mund...

Mittags haben wir eine halbe Stunde Zeit fuers Lunch, dann wird (bei gutem Wetter) bis 17 oder 18 Uhr weitergearbeitet. Danach hilft jeder mit den Shed aufzuraeumen und DANN haben wir endlich Feierabend.
In der Kueche geht es dann zu wie in einer Restaurantkueche - Hektik, zischende Pfannen und brodelnde Toepfe ueberall, zahllose Essensgerueche, die sich vermischen.

Bis zur Bettruhe spielen wir im Wohnzimmer Karten, unterhalten uns oder schauen fern.
Und um 22 Uhr gehen die Lichter aus und ein typischer Tag auf den Silvan Estates ist vorbei.

Montag, 13. Dezember 2010

Ankunft auf der Himbeerfarm

Nach einer naechtlichen Bus- und Zugfahrt kamen Dani und ich heute Morgen in Melbourne an und bestiegen, umgeben von gutgekleideten, chicen Melbourner Pendlern, schwerbeladen mit unseren Siebensachen, die Metro Richtung Lilydale.
An Bahnhof von Lilydale erwartete uns Pam, unsere freundliche, energiegeladene Chefin. Wir fuhren zur Farm, die inmitten einer malerischen Landschaft aus gruenen Huegeln und Waeldern liegt, luden unser Gepaeck ab (wir bekamen ein Schlafzimmer im Haus unserer Chefs!) und wurden in die Arbeit eingewiesen.
Heute begannen wir mit roten Johannisbeeren, da diese leichter zu Pfluecken sind als die Himbeeren. Aber trotzdem brauchten wir recht lange fuer unsere erste Ladung. Naja, Uebung macht den meister - Dani und ich hoffen mal, dass wir bald schneller arbeiten und somit mehr verdienen koennen.
Die Leute auf der Farm - Pam, ihr Mann Jeremy sowie all die anderen fruitpickers (alles Traveller wie wir, v.a. Franzosen) - sind supernett.
Jetzt werde ich bald ins Bett gehen - ich hab noch Schlaf nachzuholen. Die nacht im Zug war eher unruhig. Aber ich freu mich schon auf morgen, wenn ich mich wieder mit meiner Ausruestung durch die Beete arbeite, dabei mit den anderen plaudere oder einfach den ungewohnten Vogellauten und dem "Baeh" der Schafe zuhoere...

Samstag, 11. Dezember 2010

Besuch beim Bondi Beach

Denkt ein Europaer an Australien, denkt er vielleicht als Erstes an weite Straende, Riesenwellen und braungebrannte Surfer(innen). Diese Seite von "Oz" praesentierte sich Dani und mir heute Nachmittag in Bondi. Per Bus (die U-Bahn fiel heute dummerweise aus) fuhren wir zum Bondi Beach, Sydneys hauseigenen und von den Sydneysidern ueber alles geliebten Strand. Und tatsaechlich: es wird einem nicht zu viel versprochen!

Als wir aus dem Bus ausstiegen, hatten wir von der Strasse einen idealen Blick auf den Strand. Bondi Beach liegt in eine Art Bucht eingeschlossen und besteht sowohl aus Rasenflaechen und einem sehr breiten, grossflaechigen Sandstreifen, auf dem sich zahllose Touristen und Sydneysider tummeln. Trotzdem hat man nicht das Gefuehl, wie die Sardinen nebeneinander zu liegen, da der Strand so weitlaeufig ist.

Als ich schliesslich ins Wasser watete, war ich erst mal von der Kaelte geschockt. Zwar wusste ich, dass das Wasser in Sydney nicht sonderlich warm ist (die
Antarktis ist ja nicht weit); aber wenn die Luft sogar nachts stets lau und angenehm ist, erwartet man das Gleiche irgendwie auch vom Wasser...

Nichtsdestotrotz wagten Dani uns ich weiter vor in die Wellen. Man kann sehr weit hinausgehen ohne den Boden unter den Fuessen zu verlieren. Dafuer ueberrollen einen immer wieder die unglaublichen Wellen: teilweise tuermen sie sich wirklich riesig auf und dann schlaegt auch schon die Gischt ueber dem Kopf zusammen, wenn man nicht rechtzeitig mitgeschwommen ist.

Wir waren total begeistert von den Wellen, es machte echt Spass, sich von ihnen treiben zu lassen.
Gleichzeitig liessen sich auch die Surfer gut beobachten, die rings um uns mit ihren Brettern unterm Arm im Neoprenanzug ins Wasser stapften.
Wow, Australien gefaellt mir mit jedem Tag besser! :-)

Jetzt werde ich vielleicht noch einem Bekannten simsen und mit ihm und einem hollaendlischen Maedel aus unserem Zimmer was trinken gehen. Aber nicht zu lang, denn morgen will ich noch in die Royal Botanic Gardens, von dort zur Oper spazieren und schliesslich alles reisefertig machen. Denn morgen Abend geht es per Zug nach Melbourne, dann weiter nach Lilydale und dann zu den Silvan Estates (http://www.raspberries.com.au/), wo unser erster Job Dani und mich erwartet...



Sydneys Fischmarkt:
 




Freitag, 10. Dezember 2010

First Days

Wow - Sydney ist eine super Stadt! Dani und ich haben zwar bisher laengst nicht alles gesehen, aber bisher gefaellt es uns hier sehr. Das Wetter ist angenehm warm, die Leute unglaublich freundlich, offen und hilfsbereit. Sobald man eine Frage stellt (nach dem richtigen Weg usw.), wird man interessiert gefragt: "Where are you from? What are you doing in Australia?"...


Unseren ersten Job haben wir uns auch gesichert - noch dazu unseren Favoriten: Himbeerenpfluecken nahe Melbourne! Am Montag werden wir auf der Farm (Silvan Estates) ankommen und am Dienstag mit der Arbeit beginnen. Nachdem ich heute mit unserer zukuenftigen Chefin telefoniert hatte, waren Dani und ich total euphorisch und freuten uns total, dass wir so schnell einen Job gefunden haben, der uns wirklich zusagt. Gerade die Naehe zu Melbourne ist genial, da wir so an freien Tagen mit Bus oder Bahn dorthin fahren koennen!

Gerade ist es elf Uhr nachts, wir sitzen mit einer Bekannten im Hostel und trinken Wein. Und spaeter machen wir noch das nachtleben in Sydney unsicher :)

Liebe Gruesse aus der grossartigen Stadt Sydney!

Steffi



Samstag, 4. Dezember 2010

Auf nach Oz!

Es ist soweit: Nach monatelangem Pläneschmieden, nach tage- und wochenlangen Vorbereitungen und Überlegungen sind jetzt meine Koffer gepackt. Bessergesagt: Mein Rucksack-Trolley und mein Handgepäckrucksack. Große Überraschung: beides ist weder zu voll noch zu schwer! (Der Hauptgrund ist sicher die begrenzte Zahl an Klamotten, die ich mitnehme. Außerdem habe ich ja nur leichte, dünne Sommersachen dabei...)

Jetzt geht's gleich los zum Flughafen, wo ich Dani treffen werde. Die Aufregung steigt - aber die Vorfreude überwiegt!

Jetzt heißt's also: Auf nach Oz - ins Land der Kängurus! :-)

Samstag, 20. November 2010

Der Countdown läuft

Es dauert wirklich nicht mehr lange:
Wenn alles gutgeht, befinde ich mich genau heute in zwei Wochen (am 4.12.) um diese Stunde bereits hoch in der Luft, auf dem Weg von München über London nach Singapur.
Nach einem Zwischenstop in der sog. "Löwenstadt" werden Dani und ich schließlich in Sidney landen. Und dann kann unser australisches Abenteuer beginnen...

Peripitus/WikiCommons