Mein Ausflug zum Strand von Cottesloe gestern Nachmittag lohnte sich sehr, obwohl ich dort spaeter ankam als geplant (Nach einer ca. 20minuetigen Zugfahrt irrte ich erst mal mangels Beschilderung durch die Wohnviertel von Cottesloe, bis ich irgendwann doch noch den Strand entdeckte). Eigentlich hatte ich vorgehabt, ein bisschen zu baden und zu lesen, hatte mir sogar extra noch die Western Australian, die hiesige Regionalzeitung, gekauft, da mir von meinem Buch nur noch wenige Seiten blieben.
Doch statt zu lesen starrte ich nur fasziniert auf die Wellen, die unermuedlich heranrollten, sich auftuermten und Gischt verspritzend brachen, dazwischen Surfer: manche, die eher hilflos von einer Woge zur anderen paddelten, um wieder und wieder ueberrollt zu werden, und andere, die mit Geschick und scheinbarer Leichtigkeit ihr Surfboard ueber die Wellenkamme gleiten liessen.Sehr gerne wollte ich mich selbst in die Fluten stuerzen (da es tagsueber wieder sehr heiss gewesen war, ware eine Abkuehlung gerade recht gewesen). Doch der Strand von Cottesloe ist, wie ich schmerzhaft feststellen musste, von einem Guertel aus scharfkantigen Steinen umgeben, sodass man sich eigentlich nur unter Schmerzen (oder viell. mit Badeschuhen) ins tiefere Gewaesser vorwagen kann. Ich beschloss also, mich nur von den heranbrandenen Wellen bespritzen zu lassen, spazierte auf und ab und knipste unsaeglich viele Bilder!
Der Hoehepunkt war aber eindeutig der Sonnenuntergang! Da ich ja erst spaet an den Strand gekommen war, beschloss ich, der Sonne zuzusehen, wie sie im Meer versank. Und was fuer ein Schauspiel bot sich mir da! Je tiefer die Sonne sank, desto staerker gluehte sie. Der Horizont verfaerbte sich organge-rot-golden, die Wellen brandeten weiter unaufhoerlich heran, doch die glatten Stellen des Wassers schimmerten golden! Und auf und zwischen und in den Wellen tummelten sich noch immer die Surfer, Seemoewen kreisten ueber dem Wasser und fern am Horizont waren grosse Schiffe auszumachen...








